Kapitalverbrechen

 

Dr. Hugh Nibley beschuldigt Kelly und Birney, J. M. Grant, der ein Mitglied der Ersten Präsidentschaft war, nicht im Kontext aus seinem Buch Holy Murder zitiert zu haben: „Bei Grant ist der Hebel ein anderer: ‚Ich sage, es gibt hier Männer und Frauen, denen ich den Rat geben würde, sofort zum Präsidenten zu gehen und ihn zu bitten, ein Komitee einzuberufen, um sich ihres Falles anzunehmen, und dann soll ein Ort ausgewählt werden und das Komitee soll ihr Blut vergießen.’ (KB, 134; JD V. 49) Dies klingt grausig, aber wenn wir diese Passage im Kontext sehen, wird sofort offensichtlich, dass der feuerfressende Mr. Grant einfach kapitale Strafe für KAPITALES VERBRECHEN verteidigt. Im vorausgehenden und dem Zitat folgenden Satz (sie sind natürlich von unseren Forschern ausgelassen worden) macht Grant es VOLLKOMMEN KLAR, dass die Gruppen, auf die er sich bezieht, diejenigen sind, die Kapitelverbrechen begangen haben, Verbrechen, die so groß sind, dass sie nicht durch die Taufe vergeben werden können.“ (Sounding Brass, von Hugh Nibley, Salt Lake City, 1963, Seite 231)

 

Mit dieser Aussage ist Dr. Nibley sehr hinterlistig. Kelly und Birney haben dieses Zitat nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Dr. Nibley erklärt, dass die dem Zitat vorhergehenden und nachfolgenden Sätze zeigen wollen, dass J. M. Grant sich nur auf Kapitalverbrechen bezieht. Tatsächlich zeigen die Sätze davor und danach, dass sich Grant auf diejenigen bezieht, die „Bündnisbrecher“ sind, diejenigen, die „Ehebruch“ begehen und diejenigen, die andere Sünden begehen, von denen wir gewöhnlich nicht denken, dass sie die Todesstrafe verdienen. Folgendes wird Mr. Grants Predigt entnommen und zeigt, dass er nicht aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wurde:

 

„Einige haben das Priestertum erhalten und eine Kenntnis über die Dinge Gottes und immer noch missachten sie die Quelle der Wahrheit, BEGEHEN EHEBRUCH und jede andere Abscheulichkeit unter dem Himmel und begegnen euch dann hier oder auf der Straße und verleugnen sie.

Es gibt abscheuliche Charaktere, die wir in unserer Mitte haben, und sie werden Zauberer, die wahrsagen, aufsuchen, die in Steine schauen, und Sterngucker und Wahrsager, weil sie keinen Glauben an das heilige Priestertum haben, und wenn sie sich mit uns treffen, wollen sie Heilige genannt werden.

Dieselben Charaktere werden SICH BETRINKEN und sich in Kot und Schmutz wälzen, und dennoch nennen sie sich Heilige und scheinen sich in ihrem Benehmen zu verherrlichen und brüsten sich ihrer Großartigkeit und ihrer Gräuel.

Sie sind die alten verhärteten Sünder und sind fast - wenn nicht sogar ganz – vergangener Fortschritt und voller Hölle, und mein Gebet ist, dass Gottes Unwille auf ihnen ruhen möge, vom Scheitel bis zur Sohle.

Ich sage, es gibt Männer und Frauen, denen ich raten würde, sofort zum Präsidenten zu gehen und ihn zu bitten, ein Komitee einzuberufen, das sich ihrer Sache annimmt; und dann soll ein Ort ausgewählt werden UND DAS KOMITEE SOLL IHR BLUT VERGIESSEN.

Wir haben solche unter uns, die voll von jeder Art der Abscheulichkeit sind, DIE ES NÖTIG HABEN, IHR BLUT VERGIESSEN ZU LASSEN, denn Wasser wird nicht ausreichen; ihre Sünden sind zu tief eingefärbt.

Ihr mögt denken, dass ich euch keine Bibellehre lehre, aber was sagt der Apostel Paulus? Ich möchte fragen, wie viele BÜNDNISBRECHER es in dieser Stadt und in diesem Königreich gibt. Ich glaube, dass es eine Menge gibt, und wenn sie BÜNDNISBRECHER sind, müssen wir einen Ort bestimmen, WO WIR IHR BLUT VERGIESSEN KÖNNEN. (Journal of Discourses, Bd. 4, S. 49-50; auch in Deseret News, 1. Okt. 1856 veröffentlicht) 

 

So kann man sehen, dass Dr. Nibleys Anschuldigung, dass Kelly und Birney J. M. Grant nicht im Zusammenhang zitierten, ohne Grundlage ist.

Wenn wir uns die frühen Mormonenpublikationen anschauen, finden wir, dass es viele Vergehen gab, die die Mormonenführer als todeswürdig lehrten. Das Folgende ist eine Liste dieser Vergehen:

 

1. MORD. Der Mormonenprophet Joseph Smith erklärte: “In einer Debatte sagte George A. Smith, dass Gefängnis besser wäre als Erhängen.

Ich erwiderte, ich wäre gegen Erhängen, selbst, wenn ein Mann einen anderen getötet hat. ICH WÜRDE IHN ERSCHIESSEN ODER SEINEN KOPF ABSCHNEIDEN, SEIN BLUT auf den Boden VERGIESSEN und den Geruch des Blutes zu Gott aufsteigen lassen; und wenn ich je das Vorrecht hätte, ein Gesetz hierüber zu machen, würde ich es so haben wollen.“ (History of the Church, Bd. 5, S. 296)

 

Das Mormonenvolk nahm Joseph Smith offensichtlich sehr ernst, als er über die Enthauptung sprach, denn sie nahmen dies in die Gesetze Utahs auf: „Im Einklang mit dem Gesetz Utahs wurde dem Verurteilten die Wahl zwischen drei Methoden der Hinrichtung gegeben – Erhängen, Erschießen oder Enthauptung.“ (A Mormon Chronicle, The Diaries of John D. Lee, Einleitung, Seite xix)

In der Fußnote 143 auf Seite 129 desselben Buchs finden wir folgende Aussage: “Sogar das Gesetz des territorialen Utah, wie wir es in der Einleitung erklärt haben, gestattete John D. Lee oder jedem anderen zum Tode Verurteilten, die ENTHAUPTUNG als Mittel der Erlösung seiner unsterblichen Seele durch das Vergießen seines Blutes zu wählen.“

 

Obwohl wir nichts davon hören, dass Mördern heute in Utah der Kopf abgeschlagen wird, gestattet das Gesetz dem Mörder immer noch, sich erschießen zu lassen, so dass sein Blut fließen und für seine Sünde sühnen kann.

Joseph Fielding Smith, Präsident der Mormonenkirche, erklärte: „… die Gründer Utahs bauten in die Gesetze des Territoriums Vorkehrungen für Kapitalverbrechen derer ein, die vorsätzlich das Blut ihrer Mitmenschen vergossen. Dieses Gesetz, das jetzt das Gesetz des Staates ist, garantierte dem verurteilten Mörder das Vorrecht, sich auszusuchen, ob er durch Erhängen oder durch ERSCHIESSEN sterben wollte, UM SOMIT SEIN BLUT IM EINKLANG MIT DEM GESETZ GOTTES VERGIESSEN ZU LASSEN, UM SOMIT ZU SÜHNEN, insofern es in seiner Macht liegt, für den Tod seines Opfers zu sühnen. Fast ohne Ausnahme wählten die Verurteilten den letzteren Tod.“ (Doctrines of Salvation, von Joseph Fielding Smith, Bd. 1, S. 136)

 

Bruce R. McConkie vom Ersten Rat der Siebzig erklärte: „So wie die Art der Todesstrafe, Erhängen oder Hinrichtung am Galgen, nicht dem Gesetz der Blutsühne entspricht; denn das Blut wird nicht vergossen.“ (Mormon Doctrine, von Bruce R. McConkie, 1958er-Ausg., S. 314)

 

Im Salt Lake Tribune für den 28. Januar 1968 finden wir folgendes:

 

„Der japanische Distrikts- und Familienrichter Hiroshige Takasawa hat nach einem Jahr der Forschung und des Studiums an Utahs ‚einzigartiger’ Form der Todesstrafe ‚Beweise’ gefunden, ‚dass die gegenwärtigen Gesetze von der frühen Mormonenphilosophie der Blutsühne herstammen.’

Richter Takasawa, ein besuchender Fulbrigth-Forschungsgelehrter der Kriminologie an der University of Utah sitzt im Gerichtshof des Nagoya-Distriktsgerichts und Familiengerichts in Toyohashi, Japan.

Der Richter sagte, dass er durch ausgedehnte Studien der ersten Tage der Mormonenpioniere ‚eine mögliche Beziehung’ zwischen gegenwärtigen Todesurteilen und ‚frühen Tagen der Gewalt gegen Gewalt’ gefunden hat.

Mit der Prämisse beginnend: ‚Es muss einen Hintergrund für Utahs einzigartige Form der Todesstrafe geben – ein System, das einem Verurteilten die Wahl des Todes durch Erhängen oder Erschießen gewährt.’ Richter Takasawa durchsuchte Information und Material von staatlichen Gesetzvollzugsagenturen und Zuchthausbeamten.“ (Salt Lake Tribune, 28. Jan. 1968, S. 4c)

 

Solange die Mormonenkirche die Lehre der „Blutsühne“ lehrt, gibt es wahrscheinlich wenige Chancen, dass in Utah Gaskammer oder Elektrischer Stuhl für den verurteilten Mörder angewendet werden.

 

2. EHEBURCH UND UNSITTLICHKEIT. Bruce R. McConkie erklärte:

 

„Moderne Regierungen NEHMEN DEM EHEBRECHER NICHT DAS LEBEN, und einige von ihnen haben die Höchststrafe dafür abgeschafft, wo Mord eine Rolle spielt – alles zusammen ist ein weiterer Beweis für den grässlichen Abfall, der unter den Menschen vorherrscht, die sich Christen nennen.“ (Mormon Doctrine, 1958er-Ausg., S. 104)

 

Brigham Young, der zweite Präsident der Mormonenkirche, erklärte:

 

„Lassen Sie mich einen Fall annehmen. Nehmen wir an, Sie finden Ihren Bruder mit Ihrer Frau im Bett und SIE STOSSEN EINEN SPEER DURCH BEIDE HINDURCH, DANN WÄREN SIE GERECHTFERTIGT, UND SIE WÜRDEN FÜR IHRE SÜNDEN SÜHNEN UND IN DAS REICH GOTTES AUFGENOMMEN. Ich würde es in solch einem Fall sofort tun, und unter solchen Umständen habe ich keine Frau, die ich so sehr lieben würde, dass ich nicht einen Speer durch ihr Herz stoßen würde, und ich würde ES MIT REINEN HÄNDEN TUN

Es gibt weder Mann noch Frau, die die Bündnisse verletzen, die sie mit ihrem Gott geschlossen haben, von denen nicht das Bezahlen ihrer Schuld gefordert wird. Das Blut Christi wird sie niemals auswischen, EUER EIGENES BLUT MUSS DAFÜR SÜHNEN;… (Journal of Discourses, Bd. 3, S. 247)

    


Eine Ablichtung von Journal of Discourses, Bd. 4, Seite 54. Brigham Young lehrt die Lehre der "Blutsühne."

 

Orson Pratt, der einer der Zwölf Apostel in der Mormonenkirche war, erklärte:

 

Das Volk Utahs ist das einzige in dieser Nation, das wirksame Maßnahmen ergriffen hat… um Ehebruch und kriminelle Verbindungen zwischen den Geschlechtern zu verhindern. Die Strafe in diesem Territorium für diese Verbrechen ist DER TOD DES MANNES UND DER FRAU.“ (The Seer, Washington City, D. C., 1854, Seite 223)

 

„…die Bürger jenes Territoriums denken mehr an ihre Tugend als an ihr Leben. Sie WISSEN, wenn sie irgendwelche Beziehungen außerhalb des Ehebündnisses haben, dass sie dann nur durch das GESETZ GOTTES nicht nur IHR LEBEN VERWIRKEN, sondern dass sie auch ihre Erlösung verwirken.“ (Ebenda, Seite 42)

 

Heber C. Kimball, der ein Mitglied der Ersten Präsidentschaft war, machte folgende Aussagen:

 

„Dies sind meine Ansichten und der Herr weiß, dass ich an die Grundsätze der Heiligung glaube; und wenn ich schuldig bin, die Frau irgendeines Mannes verführt zu haben, oder irgendeine Frau in Gottes Welt, so sage ich, TRENNT MEIN HAUPT VON MEINEM KÖRPER. (Journal of Discourses, Bd. 7, S. 20)

„Aber sie können nicht hier herumhuren; denn, Gentlemen, sollte es irgendetwas Derartiges geben, werden wir SOWOHL DIE MÄNNER ALS AUCH DIE FRAUEN ERSCHLAGEN. Wir werden es tun, so wahr der Herr lebt – wir werden SOLCHE CHARAKTERE ERSCHLAGEN. Nun, wer wäre am meisten würdig, getötet zu werden – die Frau, die ihre Endowments erhalten und bestimmte Bündnisse vor Gott gemacht hatte, oder der Mann, der nichts davon weiß? Die Frau natürlich.” (Ebenda, Bd. 6, S. 38)

 

“…unsere Frauen… sind nicht unrein, DENN WIR FEGEN DIE UNREINEN AUS UNSERER MITTE; wir fegen sie nicht nur aus unseren Straßen, sondern WIR FEGEN IHRE EXISTENZ AUS… so helfe mir Gott, so lange ich lebe, werde ich meine Hand zur Verfügung stellen, um SOLCHE PERSONEN AUSZULÖSCHEN; und ich weiß, dass dieses Volk es tun wird. (Millennial Star, Bd. 16, S. 739; auch in Journal of Discourses, Bd. 7, S. 19, abgedruckt)

 

Apostel George A. Smith machte folgende Aussage: “Der Grundsatz, der einzige, der in den Herzen sämtlicher Einwohner dieses Territoriums klopft und pocht, ist einfach folgender: Der Mann, der seines Nächsten Frau verführt, MUSS STERBEN, und sein nächster Verwandter MUSS IHN TÖTEN!“ (Journal of Discourses, Bd. 1, S. 97)

 

Am 22. Mai 1859 erklärte Brigham Young: „Es ist nicht so sehr die Polygamie, gegen die sie sich stellen, sondern sie hassen die Leute, weil sie danach streben, rein zu sein, und nicht an Hurerei und Ehebruch glauben wollen, sondern sie verkünden: TOD DEM MANN, DER DIESER VERGEHEN FÜR SCHULDIG BEFUNDEN WIRD.“ (Journal of Discourses, Bd. 7, Seite 146)

 

Folgendes findet man in Fußnote 135, Seite 128, von A Mormon Chronicle, The Diaries of John D. Lee, Bd. 1:

„Ehebruch war eine Hauptsünde und ein KAPITALVERGEHEN aus mormonischer Sicht.“ In Fußnote 101 auf den Seiten 332-333 desselben Bandes erscheint folgende Aussage: „Lees ernste Warnung bezieht sich auf die Lehre der Blutsühne. Viele frühe Mormonen glaubten, dass die Sünde des Ehebruchs so schwerwiegend war, dass nur das Vergießen des Blutes des Sünders sie sühnen könnte. Es gibt viele Hinweise auf die Ernsthaftigkeit dieses Vergehens. Esias Edwards erzählt zum Beispiel in seinem Tagebuch, wie sein Schwiegersohn, Frank Satiler, gezwungen war zu fliehen, um sein Leben nach einer zweiten Übertretung zu retten.“

 

3. STEHLEN. Die folgende Aussage in Bezug auf Joseph Smith erschien in der Mormonenpublikation Times and Seasons: „Präsident Joseph Smith sagte: Ich halte es für das Beste, mit dem Thema fortzufahren; ich möchte, dass die Ältesten überall die ehrenvolle Bekanntmachung machen, was die Gefühle der ersten Präsidentschaft sind; denn Diebstahl ist von ihnen nie toleriert worden. Ich verachte einen Dieb zutiefst.“ (Times and Seasons, Bd. 4, S. 183-84)

 

Brigham Young lehrte, dass Dieben ihre Kehlen durchschnitten werden sollten:

 

„Präsident Young sprach dann gegen Diebstahl,… er sagte, ich wäre vollkommen bereit, zu sehen, dass Dieben ihre KEHLEN DURCHGESCHNITTEN werden; einige von euch mögen sagen: Wenn das deine Gefühle sind, Brigham, werden wir dich eines Tages um die Ecke bringen. Gut, tut es, wenn ihr könnt; ich würde lieber durch die Hände des übelsten unter den Männern, falschen Brüdern, sterben, als unter Dieben leben. (History of the Church, Bd. 7, S. 597)

 

„Wenn ihr wissen wollt, was mit einem Dieb zu tun ist, den ihr beim Diebstahl anfindet, so sage ich: TÖTET IHN AUF DER STELLE und lasst nie wieder zu, dass er eine weitere Sünde begehen kann… wenn ich einen Mann auf meinem Grundstück beim Stehlen erwischen würde, wäre ich sehr geneigt, ihn direkt Heim zu schicken, und ich wünsche es von jedem Mann, dass er so handelt, um dieser abscheulichen Praktik inmitten dieses Volkes ein Ende zu bereiten.

Ich weiß, dass dies hart erscheint und einen kalten Schauer über unsere verehrten Traditionen laufen lässt, die wir durch frühe Erziehung übernommen haben. Ich hatte eine Menge solcher Gefühle, mit denen ich mich auseinander setzen musste, und ich war in meinen Ansichten sehr wie ein Sektenanhänger, wie jeder andere auch, und genauso milde, vielleicht aus meiner natürlichen Veranlagung heraus, aber ich habe es mir selbst antrainiert, Dinge auf der Linie der Gerechtigkeit zu messen, sie nach der Regel des Billigkeitsrechts und der Wahrheit einzuschätzen, und nicht an Hand von falschen Traditionen der Väter oder Sympathien mit der natürlichen Gesinnung. Wenn ihr all jene, die ihr als DIEBE kennt, in einer Reihe vor die Mündung einer unserer größten KANONEN, gut geladen mit Kettenmunition, stellen lassen wollt, WERDE ICH DURCH MEINE WERKE BEWEISEN, OB ICH solchen Personen GERECHTIGKEIT ZUMESSEN KANN oder nicht. ICH WÜRDE ES GENAUSO ALS MEINE PFLICHT ANSEHEN WIE DAS TAUFEN EINES MENSCHEN zur Vergebung seiner Sünden.“ (Journal of Discourses, Bd. 1, S. 108-109)

 

Apostel Orson Hyde sagte: “Es hätte die Wirkung, denen, die diese Bereiche verlassen, womit sie ihre Erlösung aufs Spiel setzen, einen Schrecken einzuflößen, wenn sie sehen, dass die HÄUPTER VON DIEBEN ABGESCHLAGEN WERDEN oder sie vor der Öffentlichkeit erschossen werden… Ich glaube, dass es in der Sicht des Himmels wohlgefällig ist, uns selbst zu heiligen und diese Dinge aus unserer Mitte zu entfernen.“ (Journal of Discourses, Bd. 1, S. 73)

 

4. DEN NAMEN DES HERRN UNNÜTZ FÜHREN. Im Tagebuch von Hosea Stout wird berichtet, wie Brigham Young sagte: „… Ich sage euch, die Zeit kommt, wann an demjenigen, der den Namen des Herrn benutzt, die Strafe angewendet wird, die daran angeknüpft ist, nämlich sofort AUF DER STELLE HINGERICHTET ZU WERDEN…“ (Journal of Hosea Stout, Bd. 2, S. 71; S. 56 der maschinengeschriebenen Kopie an der Utah State Historical Society)

 

5. FÜR DAS NICHTANNEHMEN DES EVANGELIUMS. Brigham Young erklärte: “Die Zeit kommt, wann Gerechtigkeit an die Linie gelegt wird und Rechtschaffenheit an das Lot, wann wir sagen werden: ‚Bist du für Gott?’ Und wenn ihr nicht mit dem ganzen Herzen auf des Herrn Seite seid, WERDET IHR UMGEHAUEN WERDEN.“ (Journal of Discourses, Bd. 3, S. 226)

 

6. FÜR DAS HEIRATEN EINER AFRIKANERIN. Brigham Young sagte: “Soll ich Sie über das GESETZ GOTTES bezüglich der afrikanischen Rasse aufklären? Wenn ein Weißer, der zum auserwählten Samen gehört, sein Blut mit dem Samen Kains vermischt, so ist die STRAFE unter dem GESETZ GOTTES DER TOD AUF DER STELLE. Und das WIRD IMMER SO SEIN." (Journal of Discourses, Bd. 10, S. 110)

 


   
Eine Ablichtung von Journal of Discourses, Bd. 3, Seite 247. Brigham Young behauptet, dass das Blut Christi, bestimmte Sünden nicht sühnen könne und deshalb diejenigen, die diese Sünden begehen, ihr eigenes Blut vergießen müssten.

 

7. FÜR DAS BRECHEN VON BÜNDNISSEN. Jedediah M. Grant, der zweiter Ratgeber zu Brigham Young war, erklärte:

 

„Ich sage, dass es Männer und Frauen gibt, denen ich raten würde, sofort zum Präsidenten zu gehen und ihn zu bitten, ein Komitee einzuberufen, das sich ihrer Sache annimmt; und dann sollen sie einen Ort auswählen und das Komitee soll IHR BLUT VERGIESSEN.

Wir haben solche unter uns, die voll von jeder Art von Abscheulichkeiten sind, solche, die es nötig haben, dass IHR BLUT VERGOSSEN WERDE, denn Wasser wird nicht genügen, ihre Sünden sind zu tief gefärbt… Ich möchte fragen, wie viele Bündnisbrecher es in dieser Stadt und in diesem Königreich gibt. Ich glaube, dass es eine ganze Menge gibt; und wenn sie Bündnisbrecher sind, BENÖTIGEN wir EINEN DAFÜR BESTIMMTEN ORT, WO WIR IHR BLUT VERGIESSEN KÖNNEN

Wir haben lange genug mit diesem Volk gerechtet, und ich stehe dafür, das Schwert des Allmächtigen aus der Scheide gezogen zu lassen, nicht nur in Worten, SONDERN IN DER TAT

Brüder und Schwestern, wir wollen, dass ihr Buße tut und von euren Sünden ablasst. Und ihr, die ihr Sünden begangen habt, die nicht durch Taufe vergeben werden können, LASST EUER BLUT VERGOSSEN SEIN und lasst den Duft aufsteigen, damit sein Wohlgeruch vor Gott als ein Sühnopfer für eure Sünden vor Gott kommen möge und dass die Sünder in Zion Furcht haben mögen.“ (Deseret News, 1. Oktober 1856, S. 235; auch Journal of Discourses, Bd. 4, S. 49-51)

 

Bei einer anderen Gelegenheit machte Jedediah M. Grant folgende Bemerkungen:

 

„Welche Stellung sollte das Volk Gottes gegenüber Bündnisbrechern einnehmen… Was sagt der Apostel? Er sagt, sie seien DES TODES WÜRDIG

‚Was! Glaubt ihr, dass Leute das Richtige tun und das Gesetz Gottes halten würden, indem sie tatsächlich die Übertreter ZU TODE BRINGEN?’ DIE ÜBERTRETER ZU TODE zu bringen, würde das Gesetz Gottes an den Tag legen, ganz gleich, von wem es getan würde; das ist meine Meinung.

Ihr redet über die Handlungsweise der verschiedenen Regierungen, der Vereinigten Staaten, wenn ihr so wollt… verwirken Verräter an jener Regierung ihr Leben?...

Aber Menschen werden in Bücher der Theologie schauen und argumentieren, dass das Volk Gottes das Recht hätte, Leuten die Mitgliedschaft zu entziehen, aber sie haben kein Recht, ihnen nach dem Besitz oder LEBEN zu trachten. DAS BRINGT DEN TEUFEL ZUM LACHEN und er sagt: Ich habe sie jetzt am Haken;…

Aber wenn die Regierung Gottes auf Erden und das Ewige Priestertum mit der Billigung des Hohen Himmels inmitten seines gesamten Volkes das Urteil über bestimmte Sünden gesprochen hat, wenn sie bei einer Person in Erscheinung treten, hat dann das Volkes Gottes nicht ein Recht, diesen Teil des Gesetzes auszuführen, so wie auch jeden anderen Teil? Es ist ihr Recht, einen Sünder zu taufen, um ihn zu erretten, und es ist ebenso ihr Recht, EINEN SÜNDER ZU TÖTEN, UM IHN ZU ERRETTEN, wenn er diese Verbrechen begeht, für die nur durch VERGIESSEN SEINES BLUTES gesühnt werden kann. Wenn der Herr Sünden durch die Taufe vergibt, und… für bestimmte Sünden nicht gesühnt werden kann… außer durch das Vergießen des Blutes des Sünders, Frage, ob das Volk Gottes die Grenzen überschreitet, sollten sie das Gesetz ausführen… Wir würden keinen Menschen töten, es sei denn, wir töten ihn, um ihn zu retten…

…wenn ihr also Fortschritte macht und dann kehrt macht und die Gebote Gottes unter eure Füße tretet und eure heiligen und feierlichen Bündnisse brecht und zu Verrätern an dem Volk Gottes werdet, wärt ihr dann nicht DES TODES WÜRDIG? ICH DENKE: JA.

Denken Sie, es wäre eine Sünde, MICH ZU TÖTEN, wenn ich meine Bündnisse brechen würde?... Glaubt ihr, wenn ihr mich töten würdet, wenn ich die Bündnisse Gottes bräche, dass ihr dennoch den Geist Gottes hättet? JA; und je mehr ich den Geist Gottes hätte, umso mehr würde ich danach streben, EURE SEELEN ZU RETTEN, INDEM ICH EUER BLUT VERGIESSE, wenn ihr eine Sünde begangen hättet, die nicht durch Taufe vergeben werden könnte.“ (Deseret News, 27. Juli 1854)

 

Heber C. Kimball, der der erste Ratgeber zu Brigham Young war, sagte: “…wenn Menschen Verräter zu Gott und Seinen Dienern zurückbringen, wird MIT SICHERHEIT IHR BLUT VERGOSSEN WERDEN, oder anderweitig werden sie verdammt sein und das auch gemäß ihrer Bündnisse.“ (Journal of Discourses, Bd. 4, S. 375)

 

8. FÜR DEN ABFALL. Brigham Young sagte: “Ich sage, als dass ABTRÜNNIGE hier blühen würden, WERDE ICH LIEBER MEIN BOWIE-MESSER ZIEHEN und sie BESIEGEN ODER STERBEN (große Aufregung in der Versammlung und ein gleichzeitiger Gefühlsausbruch stimmte der Verkündung zu). Nun, ihr widerlichen Abgefallenen, verschwindet oder Gerechtigkeit wird an die Linie angelegt werden und Rechtschaffenheit an das Lot (Stimmen, allgemein: ‚genau, genau’.) Wenn ihr sagt, dass es richtig ist, hebt eure Hände (Alle erhoben die Hände). Lasst uns den Herrn anrufen, dass er uns hierin und bei jedem guten Werk helfen möge.“ (Journal of Discourses, Bd. 1, Seite 83)   

 

Bei einer anderen Gelegenheit sagte Brigham Young:

 

„Nehmt nun jemanden aus dieser Gemeinschaft, der Kenntnis hat in Bezug auf seine Errettung im Königreich unseres Gottes und Vaters, und dass er erhöht wird, die Schönheit und Exzellenz der Ewigkeiten vor ihm, verglichen mit den eitlen und törichten Dingen der Welt, und angenommen, dass er bei einem groben Vergehen überrascht wurde, dass er eine Sünde begangen hat, von der er weiß, dass sie ihm die Erhöhung nimmt, die er begehrt, und dass er sie nicht, ohne SEIN BLUT ZU VERGIESSEN, erlangen kann, und dass er ebenso weiß, dass er durch VERGIESSEN seines Blutes FÜR JENE SÜNDE SÜHNEN wird und mit den Göttern ERRETTET UND ERHÖHT sein wird, gibt es einen Mann oder eine Frau in diesem Haus, die nicht sagen würden: „VERGIESST MEIN BLUT, damit ich ERRETTET und mit den Göttern ERHÖHT werde!?’

Die ganze Menschheit liebt sich selbst und lasst diese Grundsätze einer Person bekannt sein, und sie wird FROH sein, IHR BLUT VERGIESSEN lassen zu können. Das hieße sich selbst lieben, ja, bis zu einer ewigen Erhöhung. Werdet ihr genauso eure Brüder und Schwestern LIEBEN, wenn sie eine Sünde begangen haben, die nicht ohne das VERGIESSEN IHRES BLUTES gesühnt werden kann? WERDET IHR DIESEN MANN ODER DIESE FRAU GUT GENUG LIEBEN, UM IHR BLUT ZU VERGIESSEN?...

ICH KÖNNTE EUCH EINE FÜLLE VON BEISPIELEN NENNEN, WO MENSCHEN GERECHTFERTIGT GETÖTET WURDEN, UM IHRE SÜNDEN ZU SÜHNEN. Ich habe Auflistungen und Hunderte von Leuten gesehen, für die es eine Chance gegeben hätte (in der Letzten Auferstehung wird es sie geben), wenn ihr Leben GENOMMEN UND IHR BLUT auf den Boden VERGOSSEN worden wäre, als ein aufsteigender Wohlgeruch für den Allmächtigen, aber die jetzt Engel des Teufels sind… Ich habe eine Menge Menschen gekannt, die DIESE KIRCHE VERLIESSEN, für die es keine Chance für irgendeine Erhöhung gibt, aber wenn ihr BLUT VERGOSSEN WORDEN WÄRE, WÄRE ES FÜR SIE BESSER GEWESEN; die Schlechtigkeit und IGNORANZ der Nationen verbietet, dass diese Grundsätze in GANZER MACHT ausgeübt werden können, aber DIE ZEIT WIRD KOMMEN, WANN DAS GESETZ GOTTES VOLL IN KRAFT SEIN WIRD.

DIES BEDEUTET, UNSEREN NÄCHSTEN WIE UNS SELBST ZU LIEBEN; wenn er Hilfe benötigt, hilf ihm; und wenn er Erlösung wünscht und es NOTWENDIG ist, SEIN BLUT auf die Erde zu GIESSEN, damit er errettet werden möge, VERGIESST ES. Jeder von euch, der diese Grundsätze der Ewigkeit versteht, wenn ihr eine Sünde begangen habt, DIE DAS BLUTVERGIESSEN ERFORDERT, außer die Todsünde, würde weder Frieden noch Ruhe finden, bis euer Blut VERGOSSEN WORDEN WÄRE, auf dass ihr die Erlösung erhalten könnt, die ihr begehrt. DAS IST DER WEG, DIE MENSCHEN ZU LIEBEN. (Deseret News, 18. Februar 1857; auch in Journal of Discourses, Bd. 4, S. 219-220, abgedruckt)

 

Heber C. Kimball erklärte: “Gott sieht vor, dass wir reine Menschen sein sollten und die Orakel Gottes in heiligen und reinen Gefäßen bewahren; aber wenn es notwendig ist, dass Blut vergossen werden sollte, sollten wir dazu so bereit sein, wie wir einen Apfel essen… wir wollen euch wissen lassen, dass die Erde euch verschlingen kann, wie sie es mit Korah mitsamt seinem Heer tat; und wie Bruder Taylor sagt: „IHR KÖNNT EURE GRÄBER AUSHEBEN, UND WIR WERDEN EUCH TÖTEN UND IHR WERDET IN SIE HINEINKRIECHEN.“ (Journal of Discourses, Bd. 6, S. 34-35)

 

Frau Brooks erklärt, dass John D. Lee “viele Fälle gesehen hatte, darunter den von Nephi Stewart, ein Mann, der durch eine öffentliche Bekanntmachung, dass er aus der Kirche ausgeschlossen wurde, finanziell ruiniert und dessen Leben in Gefahr gebracht wurde“. (John D. Lee, S. 293)

 

9. WEGEN LÜGEN. Brigham Young machte 1846 folgende Aussage: “Ich predigte über den Zustand des Lagers Israels -… und warnte diejenigen, die logen und stahlen und Israel folgten, dass man IHNEN DEN KOPF ABSCHNEIDEN würde, denn das war DAS GESETZ GOTTES UND ES SOLLTE AUSGEFÜHRT WERDEN.” ("Manuscript History of Brigham Young," 20. Dez. 1846, maschinengeschriebene Kopie)

 

10. WEGEN FÄLSCHUNG. Am 24. Februar 1847 erklärte Brigham Young: “Wir untersuchten einige Befehle, die von J. Allen. Lieut. Col., von James Pollick unterzeichnet, ausgegeben werden sollten; ich forderte, dass sie verbrannt werden sollten. Ich schwur bei den Ewigen Göttern, dass, falls Männer in unserer Mitte nicht mit diesem verfluchten Werk des Stehlens und Fälschens aufhören, IHRE KEHLEN DURCHGESCHNITTEN WERDEN SOLLTEN.” ("Manuscript History of Brigham Young," 24. Febr. 1847, maschinengeschriebene Kopie)

 

11. WEGEN VERDAMMENS JOSEPH SMITHS ODER ZUSTIMMENS ZU SEINEM TOD. Norton Jacob zitierte Brigham Young, wie er sagte: “Ein Mann kann hier mit uns leben und dem Gott dienen, der ihm gefällt, oder überhaupt keinem, aber er darf nicht den Gott Israels verlästern oder den alten Joe Smith verdammen oder seine Religion, denn wir WERDEN IHN IN DEN SEE HINUNTERSALZEN.“ (Quest for Empire, S. 127)

 

Joseph F. Smith, der der sechste Präsident der Mormonenkirche wurde, gab zu, dass er dabei war, einen Mann mit seinem Taschenmesser zu erstechen, falls er nur die Billigung des Mordes an Joseph Smith zum Ausdruck gebracht hätte. Der Mormonenapostel Abraham H. Cannon berichtete folgendes in seinem Tagebuch unter dem Datum vom 6. Dezember 1889:

 

„Um etwa 16:30 Uhr wurde diese Versammlung vertagt und es folgte eine Versammlung von den Präsidenten Woodruff, Cannon und SMITH und den Brd. Lyman und Grant… Brd. Joseph F. SMITH reiste vor einigen Jahren in die Nähe von Carthage, als er einen Mann traf, der sagte, dass er gerade fünf Minuten zu spät angekommen wäre, um zu sehen, wie die Smiths getötet wurden. Sofort schien eine finstere Wolke Brd. Smith zu überschatten und er fragte, wie dieser Mann diese Tat betrachtete. Brd. S. wurde von einem sehr schrecklichen Gefühl niedergedrückt, während er auf eine Antwort wartete. Nach einer kurzen Pause antwortete der Mann: ‚So wie ich es immer gesehen habe – dass es ein verdammter kaltblütiger Mord war.’ Die Wolke hob sich sofort von Brd. Smith und er merkte, dass er SEIN GEÖFFNETES TASCHENMESSER in seiner Tasche IN SEINER HAND hielt und er glaubt, hätte dieser Mann seine Billigung zu diesem Mord an den Propheten geäußert, ER HÄTTE ES IHM SOFORT INS HERZ GESTOSSEN. ("Daily journal of Abraham H. Cannon," 6. Dez. 1889, S. 205-206)

 

Unten befindet sich eine Ablichtung vom “Daily Journal of Abraham H. Cannon“.

 



 

Die Tagebücher von Abraham H. Cannon kamen erst vor Kurzem ans Licht. Die Original-Tagebücher befinden sich jetzt in der Abteilung für Besondere Sammlungen der Bibliothek der Brigham-Young-Universität und Ablichtungen befinden sich in der Utah State Historical Society und in der Bibliothek der University of Utah.

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Die "Blutsühne" besagt, dass gewisse Sünden nur durch das Vergießen des Blutes des Übertreters gesühnt werden können, weil das Sühnopfer Christi dafür nicht ausreichen würde.
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